Vita

Peter-Paul Dahms

Portraitfoto von Peter-Paul Dahms
1941 in Hamburg geboren, studierte Peter-Paul Dahms Malerei in Hamburg an der Famous Artist School und der Freien Internationalen Universität (FIU). Er nahm an diversen Sommerakademien teil, u.a. in Trier und an der Internationalen Sommerakademie Pentiment der Fachhochschule für Gestaltung Hamburg bei Norbert Schwontkowsky.

Peter-Paul Dahms Bilder entstehen in Serien. Zentrales Thema in seiner Malerei ist der Mensch in seiner Einzigartigkeit, Würde und Verwundbarkeit, in seiner apokalyptischen und ekstatischen Dimension, d.h. Leid und Lust sind oft ganz nah. So ist der Betrachter nicht in der Lage, sein eigenes Körpergefühl, etwa den ordnenden Sinn für Tragen und Lasten, auf diese Bilder zu transferieren. Stattdessen ist eine vehement anmutende, unüberwindbare Distanz zu konstatieren. Sie ist es, die dem Bild genuine Eigenständigkeit zuerkennt.
Mit ihrer auratischen Wirkung überwindet die Malerei von Peter-Paul Dahms sämtliche rationale Kategorien, vielmehr wird eine tiefe emotionale Bindung aufgebaut. Die Formgebung der Physiognomie der Körper und Gesichter entwickelt sich aus den primären Bedingungen des Bildes, d.h. in einem experimentellen Prozess aus Farbe und Linienstrukturen, was eine konventionalisierte Sichtweise eben von vornherein ausschließt. Denkmuster, die auf einer Formvollendung beruhen, haben hier ebenso ihre Gültigkeit verloren wie etwa die Vorstellung von schön und hässlich. Stattdessen drängen sich in der bildnerischen Arbeit von Peter-Paul Dahms immer wieder variierende Lösungen auf, sei es als Kopfdarstellung oder aber als halbe- oder vollständige Figur. Künstlerisches Ziel bleibt in jedem Fall eine von außen herangetragene, durch bildnerische Meditation mehr auratische denn rationale Definition des Menschenbildes.
Peter-Paul Dahms ist Mitglied der Kunstgemeinschaft Sachsenwald und lebt und arbeitet in Geesthacht.
Dr. Barbara Aust-Wegemund